Deinen Auswertungsbericht richtig interpretieren
Dein persönlicher Auswertungsbericht zeigt dein Profil zu Interessen, selbst eingeschätzten Kompetenzen und Werten und stellt es verschiedenen Vergleichsgruppen gegenüber. Die folgenden Hinweise helfen dir, die Darstellungen zu lesen und die Ergebnisse für deine eigene Reflexion zu nutzen.
Wichtig: Höhere oder niedrigere Werte sind nicht automatisch besser oder schlechter. Interessant ist vielmehr, welches Muster sich in deinem Profil zeigt, wo Schwerpunkte liegen und welche Fragen sich daraus für dich ergeben.
Aufbau des Auswertungsbogens
Dein persönlicher Auswertungsbericht besteht aus drei Teilen:
1. Dein Profil
Auf der ersten Seite erhältst du einen Überblick über deine Interessen, selbst eingeschätzten Kompetenzen und Werte.
2. Dein Profil im Vergleich
Auf der zweiten und dritten Seite wird dein Profil verschiedenen Vergleichsgruppen gegenübergestellt – beispielsweise Personen aus deinem Studienprogramm oder Personen, die sich für dieselbe Branche oder denselben Funktionsbereich interessieren.
3. Deine Angaben und weitere Unterstützung
Am Ende findest du weitere Angaben aus der Befragung sowie Hinweise auf die UZH Career Services.
Auswertungsbericht richtig lesen
Deine Antworten bilden die Grundlage für das jeweils farbig dargestellte Profil (grün, blau oder rot). Das graue Profil im Hintergrund zeigt die Mittelwerte der jeweiligen Vergleichsgruppe. Die Skala reicht von 1 bis 5 und entspricht der fünfstufigen Antwortskala der Befragung.
Zentrale Elemente des Auswertungsberichts sind die Spinnennetzdiagramme. Sie zeigen dein Profil und ermöglichen dir, es mit verschiedenen Referenzgruppen zu vergleichen. Entscheidend ist dabei nicht, möglichst hohe Werte zu erreichen, sondern das Muster deines Profils zu betrachten: Wo liegen Schwerpunkte? Wo zeigen sich Gemeinsamkeiten oder Unterschiede zu einer Vergleichsgruppe?

Ihre Angaben sind die Basis für das jeweils farbig (rot, orange, gelb) gestaltete Diagramm. Die Mittelwerte der Vergleichsgruppe sind darunterliegend und grau dargestellt. Die Skala bildet entsprechend der 5-Punkte-Skalierung in der Datenerhebung die eine kontinuierliche Dimension von 1 bis 5 ab.

1. Punkt auf Punkt
Wenn dein Wert auf einem Faktor ungefähr auf dem Wert der Vergleichsgruppe liegt, sind die Werte ähnlich ausgeprägt.

2. Dein Wert liegt höher
Liegt dein Wert bei einem Faktor ausserhalb des Werts der Vergleichsgruppe, hast du dich bei diesem Faktor höher eingeschätzt als die Vergleichsgruppe im Durchschnitt.

3. Dein Wert liegt tiefer
Liegt dein Wert bei einem Faktor innerhalb des Werts der Vergleichsgruppe, hast du dich bei diesem Faktor tiefer eingeschätzt als die Vergleichsgruppe im Durchschnitt.
Wichtig: Höher oder tiefer bedeutet nicht besser oder schlechter. Die Vergleichswerte dienen dazu, dein Profil einzuordnen. Besonders interessant ist das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren und das Muster, das sich daraus ergibt.
Beispiele für Profilformen
Die folgenden Beispiele zeigen unterschiedliche Muster, die in einem Profil sichtbar werden können. Sie dienen der Veranschaulichung und sind keine festen Persönlichkeitstypen oder Kategorien. Dein eigenes Profil kann Elemente verschiedener Muster aufweisen.

„Die Allrounderin“
Bei einem relativ ausgeglichenen Profil liegen die verschiedenen Faktoren auf einem ähnlichen Niveau. Es zeigen sich keine einzelnen, besonders stark hervortretenden Schwerpunkte. Das kann darauf hindeuten, dass mehrere Interessen, Kompetenzen oder Werte ähnlich wichtig bzw. ähnlich ausgeprägt eingeschätzt werden.
Welche Faktoren sind bei mir ähnlich ausgeprägt – und was bedeutet diese Kombination für mich?

„Der Profilierte“
Bei einem stärker profilierten Muster treten einzelne Faktoren deutlicher hervor als andere. Solche Unterschiede können Anhaltspunkte dafür geben, welche Interessen, selbst eingeschätzten Kompetenzen oder Werte für dich besonders charakteristisch sind.
Welche Faktoren treten bei mir besonders hervor – und was sagt diese Kombination über mein Profil aus?

„Die Brückenbauerin“
Bei diesem Muster treten zwei eher gegensätzliche Faktoren gleichzeitig stärker hervor, während andere Faktoren weniger ausgeprägt sind. Im Beispiel sind dies Sozialität und Leistung. Ein solches Profil kann interessant sein, weil es Präferenzen sichtbar macht, die auf den ersten Blick unterschiedlich erscheinen, sich in einem beruflichen Umfeld aber durchaus miteinander verbinden lassen.
Für die Reflexion kann es spannend sein, zu überlegen, wie sich diese unterschiedlichen Seiten deines Profils miteinander verbinden lassen.
Wie lassen sich unterschiedliche Seiten meines Profils in Tätigkeiten oder Arbeitsumfeldern miteinander verbinden?